So habe ich die tantrische Heilreise erlebt

Mein persönlicher Rückblick

Hi, ich bin Clara. Wie das Seminar „Tantrische Heilreise“ im Januar 2022 für mich begann? Mit der Frage von Charles, ob ich mir vorstellen kann, bei dem Seminar als Leiterin mitzuwirken. Puh, da kamen erstmal einige Zweifel und Glaubenssätze hoch: „Mit 22 Jahren ein solches Seminar mitleiten? Wo ich erst ein Seminar besucht habe, das tantrische Inhalte hatte? Nein, das kann ich den Seminarleitern und Teilnehmern nicht zumuten! Und außerdem habe ich ja gar nichts, was ich in die Gruppe einbringen kann. Keine Tanz- und Massageerfahrung wie Radhika, keine Seminarleitungs- und Lebenserfahrung wie Charles, … .“ Doch die beiden schafften es wunderbar, meine Vorstellungen von dem, was ein Seminarleiter zu sein hat zu verändern und gaben mir den Mut und die Chance als Mitleiterin dabei zu sein. Wichtig war hier für mich, immer wieder zu hören, dass die Grenze zwischen Seminarleitung und Teilnehmern sich immer weiter auflöst, fließend wird und wir als Seminarleitung dabei mit auf unserer eigenen Reise sind. Schenken und lernen.

 

Die Forschungsreise beginnt

Und dann? Dann waren auf einmal die Teilnehmer da und der erste Tag der Heilreise begann. Ganz schön aufregend. Und mein Kopf fragte immer wieder, was das denn werden sollte mit mir hier. Aber das Gefühl war eindeutig: Freude und Berührtheit darüber, mit zehn Mitmenschen für eine Woche auf Erforschungsreise zu gehen.

Fließend, vielfältig, lebendig, berührend, bewegend – so waren die Tage der Heilreise für mich. Mit Tanz, intensivem Atmen, Aufstellungen, Berührungsräumen, spüren, teilen, lauschen, präsent sein, wahrnehmen. Und wie zu erwarten bewegte sich in mir mehr als meinem Kopf manchmal lieb war.

 

Das durfte ich lernen

Einige der vielen Geschenke, die ich mitgenommen habe, sind:

  • Vor einer Gruppe zu singen und damit Menschen zu berühren.
  • Meiner Wahrnehmung zu vertrauen, sie auszudrücken und damit willkommen zu sein. Dadurch neues Vertrauen zu meinen Gaben zu entwickeln. Auch, diese würdigen zu lernen.
  • Zu erleben, dass viele Begrenzungen nur in meinem Kopf vorhanden sind.
  • Freude, eine Gruppe Erwachsener mit dem „Fuchsgang, Rehohren und Eulenblick“ über eine Wiese gehen zu sehen – Initiiert von mir als Wildnispädagogin.

 

Ich sage: Danke!

Ich spüre Dankbarkeit, diese Möglichkeit bekommen und genutzt zu haben, wertvolle Begegnungs- und Heilräume gespürt zu haben und freue mich über unser Weiterreisen hier und in der Welt.

Ich spüre außerdem Freude, was in diesen Tagen in den Teilnehmern und in uns als Team neu gewachsen, gereift ist: Sein in tantrischer Lebenshaltung. Allem was uns begegnet in Liebe zu begegnen. Da ist die neue Gelassenheit, in uns zu ruhen und zu handeln und daraus geschehen zu lassen. So langsam zu sein, wie es notwendig ist, um uns wirklich zu spüren. Unserer Intuition zu vertrauen und zu folgen. Die Wertschätzung zu uns als göttliches Wesen entstehen zu lassen. Freude jetzt neu zu leben und zu wirken.

Berührend und heilend waren für mich die Distanz-Nähe-Überungen, die Ja-Nein-Übungen. Erkennen, wo ich mich bisher verborgen habe, um zu versuchen, es anderen recht zu machen. Zu erkennen, dass jede noch so kleine Unehrlichkeit Verbindungen vergiftet. Jetzt zu erleben, dass durch meinen Mut zur Ehrlichkeit, durch mein Neu-spüren und daraus ein klares, liebevolles Ja und Nein erwachsen zu lassen - im Mitteilen und Handeln - eine neue Tiefe im Begegnen sich geöffnet hat.